Noro Akari – Ein softes Garn mit Aquarell-Anschein

Noro Akari Materialzusammensetzung: 26%Seide, 21% Baumwolle, 15% Viskose, 14% Mohair, 12% Wolle, 12% Polyamid
Einheit: 200 g
Lauflänge: 480 m / 200 g (also 240 m auf 100 g)
Empfohlene Nadelstärke: 4,0 – 4,5 mm
Maschenprobe: ca. 18-20 Maschen x 22-24 Reihen = 10 x 10 cm
Verkaufspreis pro Einheit: 29,95 Euro
Garngewicht: 4

Das japanische Wort Akari [あかり] bedeutet so viel wie hell oder Licht, Akari ist aber auch ein Frauenname in Japan. Das mit dem „hell“ versteht man sofort, schaut man auf die wunderschönen Farbrapporte, alle sind von einem naturfarbenen Grund getragen und sehen aus, wie eine Leinwand, die von Hand mit transparenten Wasserfarben bemalt wurden, so zart laufen die Farben ineinander über und die helle Grundfarbe scheint überall noch durch, genau wie bei einem Aquarell.

Die Farbrapporte der Noro Akari, eines der Garne von Noro/Knittingfever, vorgestellt auf der Messe h+h 2019 in Köln. Foto Katrin Walter, Noromaniac

Licht, hell, Aquarell – Die visuelle Wirkung der Noro Akari

Das “duftig-leichte” Aussehen erinnert ein wenig an Aquarellmalerei auf handgeschöpftem Bütten- oder Japanpapier mit kleinen Einschlüssen. Durch die ungefärbten Flächen entsteht die Spannung in diesem Garn und eben der Eindruck von Helligkeit, die dem Garn wohl auch seinen Namen gegeben hat.

Die Farbrapporte wirken wie Lasuren, die mit einem breiten Pinsel aufgetragen wurden. Das ergibt eine wunderbare visuelle Leichtigkeit. Und genau wie beim Aquarell schimmert der helle Grund durch die zarten, pastelligen Farben und gibt Tiefe und Leuchtkraft. Der „Malgrund“ besteht hier zum größten Teil aus 26%Seide, 26% Wolle (14% Mohair, 12% Wolle) und 21% Baumwolle.

Auch dieses Garn (wie schon Noro Kagayaki und Noro Kiri) wirkt leicht tweedig, da immer einmal wieder ein paar wenige bräunliche Sprenkel auftauchen, die über alle Farbstreifen gehen und diese verbinden. Das Garn wirkt auch irgendwie romantisch, was auch durch die Modelle (siehe weiter unten) noch verstärkt wird.

Das Akari-Garn angestrickt von Noromaniac. Man sieht die feinen Farbübergänge und Sprenkel.

Der haptische Eindruck

Der Griff ist sehr seidig und weich. Einfach herrlich. Auch wenn ich bei der Noro Kagayaki bereits von einer „unglaublichen Weichheit“ gesprochen habe, so setzt die Noro Akari noch eins drauf: Das Garn ist mega soft und schmeichelt der Haut.

Über dem Garn liegt ein leichter Flaum, der vom Mohair kommt. Es macht das Garn so kuschlig, dass man es erst gar nicht als Sommergarn bezeichnen und doch eher für Übergangsmodelle für das Frühjahr und den Herbst einsetzten möchte. Doch die Leichtigkeit und Zartheit seines visuellen Eindrucks setzt sich auch in der Haptik fort. Das Garn ist ergiebig und mit der 4,5er Nadel gestrickt, entsteht eine leichte Hülle, die auch an einem kühlen Sommerabend zum Einsatz kommen kann. Ideal für Stolen und weiche Hals- und Schulterschmeichler, sowie lockere Oberteile.

Die Farbpalette der Noro Akari

Die Farben sind sehr harmonisch und – wie bereits oben geschrieben – fast transparent und trotzdem ungeheuer leuchtend. Ich liebe die Anmutung der Noro Akari sehr und sie ist für mich eines der schönsten neuen Garne von Noro. Ich vermisse auch keine zusätzliche Farbe, denn hier wurden die Farbverläufe so gewählt, dass sie wie changierende Pastelltöne wirken. Die Farbstreifen sind wunderbar untereinander abgestimmt und befinden sich immer im gleichen Farbschema, also zum Beispiel alles Grüntöne, alles Veilchentöne, alles rosafarbene Töne, alles Brauntöne oder es wurden nahe Töne zusammengefasst, wie bei Gelb und Orange, Türkis und Blau, sehr schön ist auch die Farbnummer 05, in der transparente Blau-, Grün- und Brauntöne vermischt wurden und bei der Farbnummer 01 gibt es zu den Grautönen noch etwas Blau.

Ich finde die Farbzusammenstellungen wirklich sehr gelungen, eine perfekte Mischung zwischen Natur und Bunt. Trotz ihrer Farben wirken die Garne irgendwie gedeckt, fast monochrom aber in keinem Fall langweilig und doch gleichzeitig farbig,

…. eben typisch Noro. Einfach der Hammer. Kann man sich in ein Garn verlieben?

Die Farben sind angelegt an die Natur japanischer Orte und an drei typische Blüten:

01 Nachi Falls – Der Nachi-Wasserfall, ist mit einer Fallhöhe von 133 m der höchste Wasserfall Japans:
Akari #01 Rapport des Garns in Grautönen mit etwas Blau

02 Hitachi Park – Hitachi Seaside Park ist ein öffentlicher Park in Hitachinaka, Ibaraki, Japan:
Akari #02 Rapport des Garns in Blau und Türkistönen

04 Kenrokuen Garden – Der Kenroku-en in Kanazawa ist einer der drei berühmten Gärten Japans:
Noro Akari #04 Rapport der Wolle in Grüntönen

05 Aogashima – Aogashima ist ein Dorf auf der gleichnamigen Insel in der japanischen Präfektur Tokio:
Noro Akari #05 Rapport des Garns mit zarten Blau-, Grün- und Brauntönen

06 Amur Adonis – Name angelehnt an das meist gelbblühende Amur-Adonisröschen aus Ostasien:
Noro Akari #06 Rapport des Garns in Gelb und Orange auf Beige

07 Tottori Dunes – Die Tottori-Dünen sind Sand-Küstendünen, die sich in der Stadt Tottori, Präfektur Tottori entlang der Küste des Japanischen Meeres erstrecken:
Akari #07 Rapport des Norogarns in Brauntönen

09 Sakura Spring – Die Kirschblüte im Frühling und wer kennt nicht die wunderbaren Bilder der rosafarbenen Büten. Die Zeit der Kirschblüte markiert einen Höhepunkt im japanischen Kalender und den Anfang des Frühlings in Japan:
Noro Akari #09 Rapport des Garns in Rosatönen angelehtn an die Kirschblüte

10 Japanese Violet – Japanisches Veilchen, es kann blasslila bis pink sein, exakt genau wie im Farbrapport der #10:
Noro Akari #10 Rapport des Garns in zarten Veilchentönen

Modelle aus dem Garn Noro Akari

Wie Aquarelle wirken dann auch die gestrickten Teile. Ich kann mich ihrer Faszination kaum entziehen. Mir gefallen alle Farben und ich würde sie am liebsten alle verarbeiten. Eine ist schöner als die andere. Angefangen habe ich mal mit der Nummer #4 und du kannst mein Strickteil bald hier sehen.

Noro Akari #04 Knäuel mit seinen Beige- und Grüntönen. Foto: Katrin Walter - Noromaniac
Ein 200g-Knäuel der Noro Akari #04 von Noromaniac. Hier sieht man auch schön den feinen Flaum (vor der schwarzem Noro-Banderole)

Hier ein paar Modelle anderer Designer. Sind sie nicht traumhaft schön?

Sie stammen alle aus dem NORO Knitting Magazine Nr. 14 vom Frühjahr 2019, indem die NORO Akari zum ersten Mal vorgestellt wurde.

Dreieckstuch gestrickt aus Akari 04 in Grüntönen, designt von Laura Zukaite
Gestricktes Dreieckstuch aus Akari 04 von Laura Zukaite
Oberteil mit Lace- und Zopfmuster gestrickt aus dem Norogarn Akari 09 in Rosatönen, designt von Terri Rosenthal
Gestricktes Oberteil aus Noro Akari 09 von Terri Rosenthal
Oberteil mit kurzem Arm gestrickt aus Akari-Garn 09 mit Silk Garden Sock Solo 10 in Rosatönen, designt von Faina Goberstein
Gestrickter Kurzarm-Pulli mit Rundpasse aus Akari 09 mit Noro Silk Garden Sock Solo 10 von Faina Goberstein
Top gestrickt aus Akari Farbe 10 in Lilatönen, designt vom Noro-Designteam
Gestricktes Top aus Akari Farbe 10 vom Noro-Designteam, Japan
Detail aus dem gestrickten Top aus dem Garn Noro Akari 10. Foto Katrin Walter, Noromaniac
Und hier das letzte Top noch einmal von ganz nah. Man sieht gut den feinen Glanz dieses wundervollen Garns. (Foto: Noromaniac)

Zu den anderen Norogarnen…

Farbrapporte von KFI/Noro. Fotos Modelle aus der Noro Akari Soho/Noro Knitting Magazine. Restliche Fotos: Katrin Walter – Noromaniac.