Strickkleid Lilly aus Noro Geshi mit Sonata und Silk Garden Sock

Wenn man dieses Strickkleid anguckt, dann hat man das Gefühl, man steht mitten im Wald an einem kleinen Teich, in dem sich die Natur wiederspiegelt und ein paar knallige Seerosen blühen. Seerosengewächse werden auch Wasserlilien genannt, auf Englisch Water Lily. Ein Lucky-L dazu und jetzt weißt du gleich woher mein Strickkleid seinen Namen hat und fast hätte ich es „Feenkleid“ genannt aufgrund seiner wunderschönen Grüntöne, die sicher auch Holla der Waldfee zur Ehre gereicht hätten.

Kleiner Waldsee, in dem sich die Natur herrlich in der Sonne spiegelt. Illustration für Strickprojekt Lilly von Noromaniac (Katrin Walter)
Die Farbenpracht im Strickkleid aus Noro Geshi, Sonata und Silk Garden Sock Solo wird durch die feinen riten Linien noch spektakulärer. Foto: Katrin Walter - Noromaniac
Seerose oder Wasserlilie geschlossen. Illustration für Strickprojekt Lilly von Noromaniac (Katrin Walter)  Seerosen oder Wasserlilien offen. Illustration für Strickprojekt Lilly von Noromaniac (Katrin Walter)

Der Name der Noro Geshi 4 ist Ureshino, was auch so viel wie „glücklich“ bedeutet, und das bin ich in meinem grünen Strickkleid in jedem Fall, wie du weiter unten sehen kannst. Damit es jedoch nicht zu eintönig wird, habe ich weitere Garne mit verarbeitet und das Strickkleid über vier Bereiche aufgebaut.

Strickkleid Lilly – Das Oberteil

Zuerst einmal wollte ich die Schönheit der Noro Geshi mit ihren fünf gleich breiten Streifen voll zur Geltung bringen und habe den oberen Teil meines Lilly-Kleides komplett und in einer Breite zu 100% aus der Geshi quer gestrickt, wie einen Shrug. Somit gibt es von einer Seite bis zur anderen eine durchgehende Streifenfolge. Nur am vorderen Ausschnitt ist eine Farbe etwas breiter, weil die Strickbreite schmaler ist. Dazu habe ich extra die neutralste Farbe der Noro Geshi #4 gewählt, mit der auch weiter unten der Rockteil in der Mitte beginnt.

Das Oberteil in Shrug-Form aus Noro Geshi 4 mit darunterliegendem rot-grün gestreiftem Mittelteil. Foto: Katrin Walter - Noromaniac

Doch zuerst kommt noch der Mittelteil. Hierbei handelt es sich um eine Art Brustband, wie man es auch an Kimonos trägt. Darum habe ich es mit dem oberen und unteren Teil in der Art verbunden, dass jeweils die Anschlag- und Abkettmasche obenauf liegt und somit noch mehr die Anmutung einer über das Strickkleid gebundenen Schärpe entsteht.

Die Chevron Streifen des Rocks aus Noro Geshi und Noro Sonata unterhalb der Brustbandage aus kleine Steifen. Foto: Katrin Walter - Noromaniac

Hier gibt es die Streifen aus zwei Garnen: Einmal aus dem satten, leuchtenden Grün der Noro Silk Garden Sock #33 mit dem Namen Usuki, zusammen mit etwas knallrotem Polyestergarn. Hier könnte man auch die Noro Sonata #12 Farbe Cherry nehmen, um komplett beim Norogarn zu bleiben. Doch die hatte ich gerade nicht zur Hand und so habe ich einen Rest (denn man braucht wirklich nicht viel für die einreihigen Streifen) fast neonrot-farbenen Garns genommen. Die Leuchtkraft wird durch das frische Grün noch unterstützt und es wirkt fast so, wie die „Water Lily“-Blüten, die zwischen ihren kräftig grünen Blättern auf einer Wasseroberfläche schaukeln.

Strickkleid Lilly – Das Unterteil

Das Unterteil des Strickkleides besteht ebenfalls aus zwei Bereichen, so wie das Oberteil.

Im Rockteil wollte ich mit Chevron-Streifen arbeiten und habe die Noro Geshi #04 mit der steinfarbenen Noro Sonata #03 unterstützt. Das gibt einen wunderbaren Look, der sehr gut die Quer- und Längsstreifen ergänzt und mit dem dunklen Steingrau Ruhe ins Gesamtbild bringt. Der Aufbau erinnert an ein Dreieckstuch, nur dass ich an den Seiten keine weiteren Zunahmen vorgenommen habe, um die Rockform am Strickkleid hinzubekommen.

Streifen im Chevron-Stil im Rockteil des Kleides, wie bei einem Dreieckstuch. Hier aus Noro Geshi 4 und Noro Sonata 3. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

Am unteren Ende gibt es einen breiten Saum, der einen Verbund aus allen anderen Teilen darstellt, indem er Elemente aus ihnen aufgreift:

  • die breiten Geshi-Streifen aus dem obersten Teil
  • die Sonata aus den Rockteil und
  • die Linienbreite des Grüns aus dem Brustband, hier im Steingrau der Noro Sonata sowie die Breite des letzten Chevron-Streifens aus dem Rockteil.

Fotos satt: vom Garn bis zum fertig gestrickten Modell

Nach der ganzen Theorie kannst du dir nun selbst ein Bild machen. Mit den folgenden Fotos gebe ich dir ein par Eindrücke davon, wie das Strickkleid entstanden ist und als fertiges Projekt aussieht. Viel Spaß beim Anschauen!

Zuerst erfolgt die Garnauswahl und die Farbzusammenstellung:

Vor dem Stricken werden die Garne und Farben kombiniert, hier: Noro Geshi #04, Noro Sonata #03, Noro Silk Garden Sock Solo #33. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

Die Hauptrolle in diesem Strickkleid spielt die Noro Geshi #4. Mit ihrer Lauflänge von 300 Metern auf 100 Gramm ist sie sehr ergiebig. Geshi wird jedoch nur in 200-g-Knäuel verkauft (siehe auch hier in meiner Garnrezension):

Die Noro Geshi #04 Lot. A. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

Und das alles wollte ich dann noch mit einem Neon-Rot aufpeppen:

Die Einzelteile mit ihren zahlreichen Grün- und Grautönen mit etwas Türkis und Rot passen hervorragend zusammen. Garne: Noro Geshi #04, Noro Sonata #03, Noro Silk Garden Sock Solo #33. Foto: Katrin Walter - Noromaniac

Nach dem Stricken “biegt” sich das Rockteil noch etwas nach unten, dem wurde durch das Spannen entgegengewirkt:

Das Rockteil mit Chevron-Streifen vor dem Spannen. Garne: Noro Geshi #04 und Noro Sonata #03. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

Das Strickkleid noch in Einzelteilen. Garne: Noro Geshi, Noro Sonata, Noro Silk Garden Sock Solo. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

Hier zeigt sich schon, dass die Zusammenstellung der Garne, der Farben und der Muster wirklich perfekt ist:

Garn und erste gestrickte Teile. Hier sieht man, wie alle Farben perfekt zusammenpassen: die herrlichen Naturfarben von Noro: Grün, Türkis, Grau und Rot. Garne: Noro Geshi, Noro Sonata, Noro Silk Garden Sock Solo. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

Beim Spannen bekommen die gestrickten Teile ihre richtige Form:

Mittelteil, sowie vorderes und hinteres Rockteil beim Spannen. Garn: Noro Geshi, Noro Sonata, Noro Silk Garden Sock Solo und etwas rotes Restgarn. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

Das fertige Strickkleid

Das Strickkleid aus Noro Geshi #04, Noro Sonata #03, Noro Silk Garden Sock Solo #33 und etwas neon-rotem Fremdgarn nach dem Zusammennähen 🙂

Das Strickkleid aus Noro Geshi, Noro Sonata und Noro Silk Garden Sock Solo liegend. So kann man alle 4 Abschnitte am Kleid gut sehen. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

… und auf der Puppe (die Chevron-Streifen passen auch in der Seitenaht ganz genau aufeinander):

Auch in der seitlichen Ansicht des Kleides sieht man, wie die Chevron-Streifen aus Noro Geshi perfekt aufeinandertreffen. Foto: Katrin Walter – Noromaniac   Chevron-Streifen perfekt in Szene gesetzt im Rockteil dieses gestrickten Kleides aus Noro Geshi, Sonata und Silk Garden Sock Solo. Foto: Katrin Walter - Noromaniac

Ein einfarbiger türkis-farbener Schal passt perfekt zu diesem gestrickten Projekt aus Grün- und Türkistönen Noro Geshi 4 mit Noro Sonata, Noro Silk Garden Sock Solo und etwas Rot. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

Strickkleid aus Noro Geshi, Noro Sonata und Noro Silk Garden Sock Solo mit passenden Tüchern. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

Da das Grün hier die Hauptrolle spielt und Grün bekanntlich die Farbe der Hoffnung ist, geht das Strickkleid auch gleich noch als Hoffnungskleid in der Coronakrise durch. Einen kleinen Spaziergang mit Abstand zu meiner Fotografin durfte es darum auch schon einmal machen, denn sonst bleibe ich eher Zuhause, wie es in dieser Zeit geboten ist. Zum Glück habe ich noch viel Garn im Vorrat für weitere Strick- und Häkelprojekte … 😉

Noromaniac im Wald in ihrem Strickkleid aus Noro Geshi, Noro Sonata und Noro Silk Garden Sock. Foto: Katrin Walter   Wie eine Waldfee Noromaniac im Wald in ihrem Strickkleid aus Noro Geshi, Noro Sonata und Noro Silk Garden Sock. Foto: Katrin Walter

Natur pur in einem Strickkleid genau passend zum Slogan „the world of nature“ von Noro aus gleich drei verschieden Noro-Garnen in einem Strickteil vereint. In dieser Farbzusammenstellung ist es nun ein weiteres Lieblingsteil von mir. Du kannst dir so ein Strickkleid natürlich auch in deinen Lieblingsfarben nachmachen. Dazu findest du die Farbauswahl direkt bei Knittingfever oder bei mir in den Garnrezensionen.

Das Strickkleid aus Noro Geshi, Noro Sonata und Noro Silk Garden Sock Solo auf der Schneiderpuppe. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

Das Strickkleid aus Noro Geshi, Noro Sonata und Noro Silk Garden Sock Solo in voller Pracht. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

Und was sagst du zu meinem Lilly(fee)-Strickkleid?


Naturfotos: Pixabay
Alle anderen Fotos und Copyright: Katrin Walter – Noromaniac

 

9 Comments

  1. Majo

    Hallo Noromaniac, ich bewundere Deine Vorstellungskraft, so ein Projekt anzugehen mit der Vision, wie es werden soll und am Ende aussehen wird und dann Dein Durchhaltevermögen für ein doch etwas größeres Teil – ich schaffe höchstens Teile in (Enkel)Kindergröße – und das tolle Ergebnis. Mir gefällt Dein Kleid Lilly sehr gut und auch der Name und wo er herkommt sind wieder lesenswert, fast immer wie eine Vorlesegeschichte für mich. Viele glückliche Stunden in und mit dem neuen Kleid wünsche ich Dir! Vorfreudige Grüße auf die nächste Story von Dir für heute Danke für Diese!

    1. Liebe Majo, beim Strickdesign passiert auch sehr viel Trial&Error, doch wenn ich etwas hier rauslasse, dann finde ich es wirklich sehenswert.
      Wie du weißt, habe ich auch kein Problem, ein komplettes Strickteil wieder aufzumachen, wenn Design und Garn doch nicht so gut zusammenpassen und fange einfach noch einmal neu an. Bei diesem Kleid passt jedoch meine Anfangszeichnung ganz genau zum Ergebnis und ich finde es einfach allerliebst, genau wie du. Vielen Dank.
      Ich denke, ich habe damit die Noro Geshi und die Noro Sonata wirklich gefeiert und die Prise Silk Garden Sock Solo gibt dem Lilly-Kleid noch einen kleinen Frische-Kick.

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