Die Zeit um Weihnachten und bis zum Jahreswechsel ist eine magische Zeit. Lichter schimmern, alles glänzt und glitzert in ihrem Schein. So auch mein Kira-Kira-Cardigan. Er besteht aus einem Noro-Garn-Schatz aus meinem Stash und einem neuen Paillettengarn. Beide Garne zusammen habe ich zu einem funkelnden Mantel gestrickt – genau passend für die Feiertage oder wenn es einfach etwas Glam und Bling-Bling sein soll.

Die Magie in einem Strickmantel
Kira-Kira [キラキラ] sagt man im Japanischen, wenn etwas funkelt, glänzt oder glitzert. Jetzt verstehst du sofort, wieso mein Strickmantel diesen Namen bekommen hast. Im Kira-Kira-Cardigan spiegelt sich die ganze Magie dieser Tage wider, doch ich werde ihn sicher auch noch zu anderen Gelegenheiten tragen, immer wenn der Auftritt besonders glänzend sein soll.

Die Zutaten für den Kira-Kira-Cardigan
Zuerst zeige ich dir die Ausgangsmaterialen pur, also die zwei „Zutaten“, aus denen der Kira-Kira-Cardigan besteht. Das sind:
- das japanische Noro-Garn Kogarashi aus 51% Seide und 49% Wolle Farbe #07, das ich schon seit vielen Jahren gebunkert hatte, und
- das Beilaufgarn aus Baumwolle mit Pailletten von Lana Grossa mit dem Namen „Cosmo“ in der Farbe #10 Sandbeige, das gerade in 2025 herausgekommen ist.

Die Cosmo nennt sich zwar „Beilaufgarn“, doch es ist ziemlich dick und besteht aus mehreren Baumwollfäden, auf die Pailletten von zwei Größen in unregelmäßigem Abstand aufgefädelt und anschließend verzwirnt wurden. Es sind ganze 5 Fäden, die einzeln sehr dünn sind, aber zusammen doch ganz schön viel Volumen haben. So ist der Faden immer ziemlich sichtbar. Leider kam es auch vor, dass ab und an einer der fünf Fäden gerissen war und dann dort Pailletten purzelten. Das ist/war nicht so schön und ich hoffe, dass sie im Strickstück beim Tragen nicht weiter abfallen.

Da die Noro Kogarashi leicht nachgibt (Erfahrung aus meinem Strickprojekt hier …) erhoffe ich mir, dass der nicht dehnbare Baumwollfaden der Cosmo das Gestrick zusammenhält. Aus diesem Grund habe ich beide vereint.

Besonders gefällt mir die Unregelmäßigkeit, mit der die Pailletten erscheinen.
Das Entstehen des Kira-Kira-Cardigans
Das Stricken war langsamer als sonst, denn ich musste auf die Pailletten achtgeben. Meine Nadelwahl fiel auf 7 mm und ich habe zudem ziemlich locker gestrickt, um genügend Platz für die dickeren Pailletten beim Durchziehen durch die Maschen zu haben.
Im monatlichen Post in Instagram mit dem aktuellen Kalenderblatt aus meinem Kunstkalender von Gaelle Boissonard für Dezember siehst du das zur Probe gestrickte Stück und unter dem Paillettenknäuel schon ein Teil des Kira-Kira-Cardigans, den ich Ende November begonnen hatte.

Der Kira-Kira-Cardigan sollte bis Silvester fertig werden und ich habe immer wieder ein paar Fortschritte gepostet.
Am 1. Advent
…waren bereits die Vorderteile fertig:

Am 3. Advent
…war auch das Rückenteil bereit und mit den Vorderteilen verbunden. Hier ein Ausschnitt mit einem kleinen weißen Weihnachtsstern und Schneekugel oder besser „Goldstaub“-Kugel mit Happy-Day-Schild. Und einen happy Day hatte ich auch, denn die Fertigstellung meines Kira-Kira-Cardigans rückte näher und näher:

Am 4. Advent
…kamen die weiten Ballonärmel und Knöpfe dran und so war mein Kira-Kira-Cardigan noch vor Weihnachten fertig, was ich in einem Post zu Weihnachten gefeiert habe mit anderen Geschenken, wie einem Knäuel Noro Tensan und den Stahlnadeln von Lykke:

Das fertige Glanzstück
Geschafft. Der Kira-Kira-Cardigan hat gerade weite Ärmel, die nach unten ballonartig zusammengehalten sind.

Die Jacke ist fast komplett glatt rechts gestickt, um die Farben der Noro Kogarashi und die Pailletten wirken zu lassen.

Nur am Ausschnitt vorn habe ich ab Brusthöhe einen breiten Streifen kraus rechts gestrickt, in den ich doppelreihig zweimal zwei Knopflöcher eingearbeitet habe für die vier kupferfarbenen Knöpfe. Am rückwärtigen Ausschnitt habe ich auch mit kraus rechts gearbeitet. Der Mantel ist nach unten leicht tulpenförmig ausgestellt.

Da ich mich am Ende für eine elegante Länge bis zu den Knien entschieden habe, hat der Kira-Kira-Cardigan ein bedeutendes Gewicht bekommen 800 Gramm Kogarashi plus 350 Gramm Paillettengarn. Doch denken wir nur an die edlen Roben der Königinnen, die mit echtem Gold und Edelsteinen besetzt sind, die waren sicher noch schwerer zu schleppen. Da bin ich mit meinem 1250 Gramm wohl noch ganz gut dran.
Das Weihnachtsoutfit mit Kira-Kira-Cardigan
Da der magische Strickmantel früher fertig wurde als gedacht, konnte ich ihn schon zu Weihnachten zur Familienfeier ausführen. Dort bei Fußbodenheizung reichten ein paar Weihnachtssocken statt Stilettos 😉 … und die Kombi mit dem grünbunten Kleid darunter war auf den Punkt für das Fest. Falls du mehr über das andere Noro-Teil aus der Noro Tensan erfahren willst, klicke zum Beitrag über den Ivy-Westover hier …

Übrigens, das Wort „Kogarashi“ bezeichnet den ersten kalten Wind, der den Winter ankündigt. Das passt, denn die Noro Kogarashi ist ziemlich warm und bulky mit 150 Metern auf 100 Gramm und dazu kommt die Cosmo mit 260 Metern auf 100 Gramm.

Glanzvolle Aussichten
Ich freue mich sehr über mein Glamour-Teil und verrate dir, es gibt bald noch einen Glitzer-Pullover zu sehen und eine Stola mit schimmernden Pailletten. Bleib gespannt und neugierig und bewahre dir den Zauber, so wie ihn die Kinder in dieser Zeit spüren für ein glanzvolles neues Jahr 2026 …

Ich wünsche dir ein wundervolleS Neues Jahr

Deine Noromaniac
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Fotoquellen Und Copyright
Die Quellen der Fotos stehen direkt unter jedem Foto oben. Die beiden letzten Fotos sind jeweils aus Pixabay, das „Mädchen mit dem Licht“ von N. N. und die „2026“ von TyliJura. Restliche Fotos, Text und Design des Kira-Kira-Cardigans © Katrin Walter – Noromaniac
Solltest du Fragen haben, kontaktiere mich gern 🙂. Hat dir mein Beitrag zum Kira-Kira-Cardigan gefallen und konnte ich dich zu einer eigenen Kreation anregen? Dann unterstütze mich gern, vielleicht mit einem kleinem Gässchen Sekt zum Anstoßen auf das neue Jahr ... Das würde mich riesig freuen und ich sage dir schon einmal herzlichen Dank.
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