Verrückt nach Noro-Garn
 
Frühlings-Krokus – Häkelkleid aus Noro Tsubame #02

Frühlings-Krokus – Häkelkleid aus Noro Tsubame #02

Ich bin total verliebt in mein Häkelkleid aus Noro Tsubame im Granny-Style. Es sieht so frisch aus und wirkt so fröhlich, wie die Stimmung, die aufkommt, wenn die ersten Blumen  im Frühling sprießen. Das gehäkelte Kleid hat keine klassischen quadratischen Grannys, doch das Muster aus den Dreierbündeln Stäbchen, ist das klassische Muster für diese bunten Granny-Square-Decken. Ich habe sogar eine Anleitung für das Häkelkleid aus Noro Tsubame erstellt (siehe unten). Doch fangen wir vorn an mit dem  …

Ein 200-g-Knäuel der Tsubame #02 Kamaishi, wundervollen japanisches Garn aus 50% Seide, 25% Wolle und 25% Polyamid. Federleicht und kuschelig. Foto: Katrin Walter - Noromaniac

Garn für das Häkelkleid aus Noro Tsubame

Die Noro Tsubame macht sich hier wirklich gut, denn sie ist herrlich kuschlig und schmeichelt der Haut und hält auch noch etwas warm in den ersten kühleren Frühlingstagen. Das Garn besteht aus 50% Seide, 25% Wolle und 25% Polyamid und es gibt sie nur im 200-Gramm-Maxi-Knäuel. Die Farbnummer ist die #02 mit dem Namen Kamaishi, die du sicher vom „Boxy Cardigan“ vom Noro Design Team oder dem „Eyelet Scarf“ von Rosemary Drysdale kennst. Wenn nicht schau doch einmal in meiner Garnrezension der Noro Tsubame hier vorbei.

Das gehäkelte japanische Norowolle Tsubame #02 Kamaishi mit dem Etikett, auf dem die Materialzusammensetzung zu sehen ist: 50% Seide, 25% Wolle und 25% Polyamid. Foto: Katrin Walter - Noromaniac

Die Farben sind kräftig und dezent zugleich. Kein Wunder, dass sie mich an die Frühlings-Krokusse erinnern, die wie die Farben im Häkelkleid aus Noro Tsubame aufpoppen und mit ihren Blüten (meist noch auf kargem Grund) von einem neuen Lebenszyklus künden. Der Name für das Kleid ist also eine Hommage an diese wunderbare beflügelnde Aufbruchsstimmung, die es vermittelt, wie der  …

Frühlings-Krokus

Dazu habe ich dir mal zu meinem Häkelkleid aus Noro Tsubame ein paar dieser Frühjahrsblüher gestellt, damit du dir selbst ein Bild machen kannst.

Häkelkleid aus Noro Tsubame #02 Kamaishi mit den namensgebenden Frühlings-Krokussen. Foto: Katrin Walter – Noromaniac sowie Blumenbilder aus Pixabay

Botanisch sagt man über die Pflanze, dass sie ein mehrjähriges Knollengewächs ist, mit grasartigen schmalen Blättern und schlanken Blütenkelchen in Weiß und Flieder, manches  Mal auch mit Blau oder Violett gestreift. Ihre Herkunft liegt in Kleinasien und Italien. Als Frühblüher sind sie in den Parks und Gärten der gemäßigten Breiten auf der ganzen Welt anzutreffen.

In der Symbolik der Blumen ist der Krokus ein Zeichen für himmlische Glückseligkeit und der Inbegriff alles Lieblichen in Farbe, Geruch und Geschmack.

Häkelei im Muster mit 3 gebündelten Stäbchen, das klassische Häkelmuster von Granny Squares, hier für ein Kleid als Raglan von oben gehäkelt. Foto: Katrin Walter - Noromaniac, mit Häkelanleitung

Das, dass mit den lieblichen Farben stimmt, konntest du bereits in den ersten Bildern sehen. Dass ich in meinem Häkelkleid aus Noro Tsubame voller Glück im siebenten Himmel schwebe, ich denke, das glaubst du mir sicher auch sofort.

Ein Kleid voller Symbolik

Neben der Symbolik der Blume als Frühlingsbote, ist das Garn selbst inspiriert von dem Vogel, der den Frühling einläutet: der Schwalbe (Tsubame auf Japanisch). Dann sind da die herrlichen Farben der Farbe #02 dieses Norogarns – und mein Wolke-7-Mood. Und auch das Muster selbst, aus den jeweils drei Stäbchen, hat eine Verbindung mit dem Frühlings-Krokus. Bei seinen Blütenblättern spricht man von „dreizählig“, also drei hier und drei dort und Frühlingsbote hier wie dort.

Weiterhin findet sich dieses Muster aus drei Stäbchen-Bündeln eben in den klassischen Häkelquadraten der Granny-Square-Decken. Diese Decken sind der Inbegriff von Cozyness und genauso kuschlig und „gemütlich“ ist auch mein gehäkeltes Kleid.

Diese klassischen Häkelquadrate werden ebenso zu vielen anderen Teilen zusammengefügt, wie Taschen oder Bekleidung. Gerade sind sie wieder so richtig in … sogar schon seit ein paar Jahren. Ich selbst habe einen Pullover aus diesen Quadraten gehäkelt, den Pulli Margerite, den du hier sehen kannst …

Dieses Mal sollte mein Häkelteil jedoch anders werden …

Die Konstruktion des Häkelkleid aus Noro-Garn

Das Häkelkleid aus Noro Tsubame beginnt wie ein einziges großes Häkelquadrat, nur mit einem „Loch“‘ in der Mitte, denn irgendwo muss ich ja meinem Kopf durchstecken. Es wird an vier Stellen mit Zunahmen fortgesetzt, wie bei jedem Granny. Hier bilden diese Zunahmen die Raglanschrägen.

Detail der Häkelei mit der Raglanlinie, wie ein großes Granny Square, , mit Häkelanleitung. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

Dann wollte ich es opulenter und habe mir die Rückseite etwas aufwendiger gestaltet. Dabei wollen wir nicht gleich von einem Cul-de-Paris* oder der Turnüre, einem im Kleid verborgenes, das Gesäß stark betonendes großes Polster sprechen, denn so ein Polster habe ich in echt. 😉

*hier so ein Cul-de-Paris, Foto aus Wikipedia:

Illustration - für den Artikel von Noromaniac - eines Kleides mit Cul de Paris, so wie es um 1775 getrage wurde. Foto: Wikipedia

Doch ich wollte hinten eine stärkere Raffung haben als vorn, weil ich mir das als sehr feminines und jugendlich-frisches Kleidungsstück vorstellte. Zudem schnürt mein Kleid nicht in der Taille ein, sondern hängt locker, wie eine Tunika. Im Folgenden zeige ich dir das Häkelkleid aus Noro Tsubame noch einmal von hinten und von der Seite, um die Konstruktion des Kleides besser zu verstehen.

Das Kleid von hinten in seiner vollen Pracht. Herrlich mit den etwas stärkeren Zunahmen auf der Rückseite, die einen Schößchen-Effekt bilden. Foto: Katrin Walter – Noromaniac, mit Häkelanleitung Die seitliche Ansicht des Häkelkleides aus Noro Tsubame offenbart gut den Unterschied im Rickteil von Vorder- und Rückseite. Vorn wurde nur moderat zugenommen, hinten etwas mehr für eine kleinen Schößchen-Effekt. Foto, Idee, Text und Design © Katrin Walter

Und wenn ich jetzt recht darüber nachdenke, erinnert es auch ein wenig an die Kleider für kleine Mädchen. Also Match Point für das „Jugendlich-Frische“ 🙂

Das gehäkelte Kleid aus dem Tsubame-Norogarn von seitlich vorn. Man sieht den hübschen Farbverlauf mit frühlingshaften Farben der Farbe #02 Kamaishi und das schmale Strickbündchen am Hals im Rippenmuster. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

Das Finish

Das Finish oder die Abschlüsse am Häkelkleid aus Noro Tsubame sind gestrickt. Dazu habe ich ein einfaches Rippenmuster aus je einer rechten und linken Masche gewählt, genau so simpel, wie das klare Granny-Muster. Der Halsausschnitt ist nur schmal umstrickt, den Bündchen an den Ärmeln habe ich etwas mehr Reihen gegönnt.

Die im Rippenmuster (eine Masche recht und eine Masche Links) gestrickten Bündchen halten den Ärmel zusammen und machen aus ihnen einen hübschen leicht ballonähnlichen Ärmel. Das weiche Garn schmeichelt den Handgelenken. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

Happy Noromaniac-Mädchen im Häkelkleid aus Noro-Garn

Das erste Mal hatte ich dieses Kleid zu Ostern 2024 an. Von meiner Schwester bekam ich eine gehäkelte Eule aus rosafarbenem Garn in Form eines Täschchens, das ich gut für mein Taschentuch verwenden kann. Und da es so wunderbar zu meinem Häkelkleid aus Noro Tsubame passte, habe ich mir kurzerhand ein Riemchen aus Bändchengarn rangeflochten und kann die Aufbewahrung für mein Taschentuch nun direkt immer bei tragen. Schau mal im folgenden Bild

Noromaniac happy in ihrem Häkelkleid aus Noro Tsubame #02, dem Garn aus Japan mit Eulen-Häkeltasche in Rosa. Foto, Idee, Text und Design © Katrin Walter, mit Häkelanleitung

Hier die symphatische kleine Tasche noch einmal in der Draufsicht. Sie verhüllt dezent mein Taschentuch und ist aus rosafarbener Wolle in Form einer Eule mit dicken eckigen Knöpfen als Augen, die auch gleich als Verschluss dienen:

Kleine Tasche für ein Taschentuch aus rosafarbener Wolle in Form einer Eule mit dicken eckigen Knöpfen als Augen und mit geflochtenem Band aus Bändchengarn für den Henkel - Geschenk an Noromaniac

Und dann noch einmal das happy Noromaniac-Mädchen von vorn und hinten in diesem wundervollen Frühlings-Krokus-Kleid

Noromaniac vor dem Spiegel mit Ansichten vom Häkelkleid aus Noro Tsubame von vorn und hinten. Man sieht gut den Sitz und die Länge der aus Dreier-Stäbchen-Bündel gehäkelten Tunika. Foto, Idee, Text und Design © Katrin Walter

Was meinst du? Ist das nicht ein cooler Relaxed-Fit-Style in fröhlichen Farben? Sag mir gern deine Meinung in einem Kommentar.

Häkelkleid aus Noro Tsubame #02, dem Garn aus Japan hier gehäkelt von Noromaniac zu einem Kleid wie einen Frühlingsboten mit langen Ärmeln und Strickbündchen am Hals und den Handgelenken, das an einen Frühlings-Krokus erinnert. Foto, Idee, Text und Design © Katrin Walter

Falls du dir das Häkelkleid aus Noro Tsubame nacharbeiten möchtest, ich habe dazu eine Anleitung erstellt. Sie passt für Größe 40 bis 44, doch es gibt auch Tipps, wie du es verkleinern oder vergrößern kannst und eine Variante mit Vorder- und Rückseite mit einheitlichen Zunahmen (ohne das größere Schößchen hinten). Du findest die Häkelanleitung bei Raverly oder schreibe mir hier, um sie direkt bei mir zu kaufen.

Welche Farben es aktuell von der Noro Tsubame gibt, kannst du beim Großhändler für Noroganre aus Japan, bei Knittingfever finden.

Blumenbilder aus Pixabay: (von oben nach unten) Bertvhul, RebekahAmaris, Michael Reichelt und Albrecht Fietz. Foto mit dem Kleid zur Illustration eines Cul-de-Paris: aus Wikipedia. Alle restlichen Fotos, Idee, Text und Design © Katrin Walter – Noromaniac

2 Comments

  1. MaJo

    Hallo Noromaniac, dein Frühlings-Krokus – Häkelkleid sieht super aus und passt wirklich gut zum Frühling mit dem frischen Grün und den knalligen Krokusfarben.
    Echt toll gemacht! Ich liebe dass es leicht aussieht und trotzdem nicht durchsichtig ist und den Raglanschnitt finde ich auch ganz großartig. Das einzig Gemeine für mich daran, wie immer, bei dir liest es sich so „schnell“ und „einfach“ gemacht, aber wenn ich anfange zu häkeln, dann reicht meine Ausdauer höchstens für ein Kleid in Puppengröße, noch dazu im Frühling, wo die Tage immer länger werden und ich gerne auch ganz lange draußen bleiben möchte. Ich wünsche dir ganz oft fröhliche Frühlingsstimmung, auch wenn du dein neues Frühlings-Krokus-Kleid mal nicht anhaben kannst.

    1. Noromaniac

      Liebe Majo, vielen Dank.
      Das Kleid habe ich noch vor dem Frühlingsanfang gehäkelt. Jetzt, wo es wärmer ist, steht auch dem Stricken und Häkeln draußen oder auf dem Balkon nichts im Wege, solange genügend Licht da ist.
      Dieses Muster ist sehr meditativ, da man immer nur drei Stäbchen häkelt, ein einfaches Muster, dass dich in jeder Runde gleich einen Zentimeter vorwärtsbringt (beim Stricken musst du dafür mehr Runden drehen). Dann genügt es zuzuschauen, wie es wächst, und dass auch noch bei diesem wunderschönen Farbverlauf – Farbtherapie und Ausgleich zum stressigen Job in einem, egal ob drinnen oder draußen 😉

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