Verrückt nach Noro-Garn
 
Candy Dress aus Noro Ohajiki

Candy Dress aus Noro Ohajiki

Wenn du die Garnbeschreibung der Noro Ohajiki aufmerksam durchgelesen hast, wirst du sofort verstehen, wieso ich dieses Kleid Candy Dress getauft habe (nicht verwechseln mit dem Candy Wrap von hier 😉). Und ich verrate dir noch etwas: Ich habe noch nie so schnell ein so großes Projekt aus einem neuen Garn umgesetzt, wie hier. Es kam, sah und siegte sozusagen … dieses Noro-Sommergarn macht einfach Spaß und bringt so viel gute Laune. Das Aufschreiben der Beschreibung zum Candy Dress aus Noro Ohajiki hier hat dann jedoch noch etwas gedauert, denn ab und an muss ich mal was Arbeiten, wofür ich bezahlt werde.

Das Candy Dress als ki-generierte Idee und das Noro-Garn Ohajiki aus Japan in zwei Farben auf Basis von Rosa und Pfirsich. Collage mit Fotos von Hansuan Fabregas und Katrin Walter – Noromaniac
Welche Farbenpracht: links die ki-generierte Frau mit einem Kleid aus Candies von Hansuan Fabregas aus Pixabay und daneben die Noro Ohajiki in den Farben #11 und #4
Kurzer Rückblick

Ich muss sagen, als ich zuerst nur die Musterstreifen des Garns am Computerbildschirm gesehen hatte, konnte ich mir die Schönheit des Noro Ohajiki nicht wirklich vorstellen. Nachdem ich das Garn nun gestrickt und auch gehäkelt, also ausgiebig getestet habe, muss ich sagen, ich bin total verliebt in die Textur, in den Fall des Gestrickten, in diese besondere Musterung des Farbverlaufs … und natürlich in die Farben. Und nun zeige ich dir, was ich, Noromaniac, daraus gezaubert habe.

Doch der Reihe nach …

Das Noro-Garn Ohajiki in der Bonbonrosafareb #11 im Strickprozess auf den blauen Lykke-Stricknadeln und ein kleiner Snack aus schmackhaften Erdbeeren auf einem Bild. Oben sieht man noch das Noro-Etikett. Foto: Katrin Walter – Noromaniac
Keine Candies, aber Berries zwischendurch, denn mit so einer leckeren Stärkung geht das Stricken noch besser von der Hand

Die Idee zum Candy-Dress

Nach ein paar Tests und nachdem ich die Haptik und den Fall der Noro Ohajiki verstanden hatte, wusste ich es soll ein Kleid werden, lang und mit durchbrochenen Parts. Dabei habe ich mich bei diesem Candy Dress für einen Mix aus Stricken und Häkeln entschieden und für die Verarbeitung von zwei Farben dieses Sommergarns.

Das Kalenderblatt von Juni aus meinem Kunstkalender 2025 von Gaelle Boissonard, dem Monat, in dem ich das Kleid aus der Noro Ohajiki begonnen und auch gleich beendet habe. Du siehst das in rosa- und pfirsichfarbene Garn und den gestickten Anfang des Kleides mit angehäkeltem Halsausschnitt und die Lykke-Stricknadeln in Blau. Foto: Katrin Walter – Noromaniac
Im Juni begonnen und nach nicht mal drei Wochen, war das Kleid fertig (ich stricke nur am Abend (hier mit Lykke-Nadeln), aber die Beschreibung hat dann etwas länger gebraucht).

Die Konstruktion des Kleids

Gehen wir mal das Candy Dress von oben nach unten durch und schauen … wie es gemacht wurde.

Das Kleid hat eine Rundpasse und ein schönes Shaping, was die Figur ganz leicht nachzeichnet, ohne irgendwo eng zu sein. Es bietet eine bequeme Weite, die Pölsterchen perfekt versteckt.

Das Candy Dress aus dem japanischen Garn Noro Ohajiki im werden. Du erkennst bereits gut die Idee mit gestrickten und gehäkelten Parts. Foto: Katrin Walter – Noromaniac
Nachdem ich die Rundpasse gestrickt hatte, machte ich mich gleich an den gehäkelten Halssausschnitt, um meine Idee zu prüfen und das Teil zu „fixieren“.

Der Strickpart deckt den gesamten Körper ab und ist blickdicht. Daher wirkt das Kleid wie eines mit Unterkleid. Die gehäkelten Teile setzen schöne Akzente im Candy Dress. Das erreiche ich mit einem ganz einfachen durchbrochenen Muster aus Stäbchen und Luftmaschen. Sehr simpel, aber wirksam. So kann die Haut etwas durchschimmern und luftiger wird das Kleid dadurch auch noch.

Das Candy Dress aus Noro Ohajiki #11 Hachinohe und #04 Ikoma fertiggestekllt, einmal in der Vorderansicht und einmal von hinten. Ein Maxi-Kleid, das durch die durchbrochenen Häkelteile, wie ein Midi-Kleid wirkt. Foto: Katrin Walter – Noromaniac
Das Candy Dress in der Vorder- und Rückansicht.

Der Halsausschnitt

Das Gehäkelte hat noch eine weitere Aufgabe, es sorgt für Halt, denn es dehnt sich nicht. Der Halsausschnitt, zum Beispiel, ist wesentlich für den Sitz des gesamten Candy Dress. Er hält es an Ort und Stelle, weil er nicht weiter werden kann. Gestrickte Ausschnitte leiern ja gern mal aus, was hier nicht passieren kann, obwohl noch eine ganze Menge Garn dranhängt.

Detailansicht des Halsausschnitts aus gestrickter Rundpasse und gehäkeltem Abschluss mit luftigen Lochmuster – mit Made-by-Noromaniac-Label. Foto: Katrin Walter Garn: Noro Ohajiki von der Eisaku Noro Ltd aus Japan
Das Kleid ist von oben nach unten gearbeitet, die gehäkelte Umrandung am Hals von unten nach oben.
Noromaniac trägt Candy Dress … kaum fertig, wurde es sofort angezogen. Zum Glück war es im Juli 2025 an einigen Tagen nicht so warm, sodass ein Strickkleid aus Baumwollgarn herrlich passte, zumal das Garn Noro Ohajiki auch wirklich eher kühl wirkt. Foto: Katrin Walter
Schnappschuss beim Tragen des Candy Dress im Juli

Der Saum

Ein ziemlich breiter Part unten ist ebenfalls gehäkelt, um dem Candy Dress Leichtigkeit zu schenken. Trotz der Länge wirkt es kürzer und luftiger – ein Maxi-Kleid mit Midi-Anschein. Die Weite unten ist so austariert, dass ich komfortabel laufen kann, obwohl es keinen Schlitz gibt.

Detailansicht der Unterseite des Candy Dress mit dem Übergang vom Gestrick aus Noro Ohajiki #11 Hachinohe zum gehäkelten Part aus der Noro Ohajiki #04 Ikoma. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

Die Ärmel am Candy Dress

Direkt aus der Rundpasse werden die Ärmel zuerst noch ein Stück gestrickt. Dieser gesamte Part wird mit ein paar Querrippen in Links betont. Dieser Teil wirkt fast wie ein Tuch um die Schultern. Doch der größte Teil der Ärmel ist dann wieder gehäkelt. Dabei habe ich mich für enge Ärmel entschieden, die sich zum Handgelenk hin verjüngen. Sie sollen elegant die Arme bedecken und brauchen nicht hochgeschoben werden, da ihr durchbrochenes Muster genügend Luft durchlässt.

Hier sieht man die Konstruktion der Ärmel, die aus der gestrickten Rundpasse kommen und dann in einen gehäkelten Part übergehen. Das Kleid wirkt elegant und sportlich zugleich. Foto: Katrin Walter

Das Noro-Ohajiki-Farbenspiel im Candy Dress

Jede Farbe der Noro Ohajiki ist für sich schon eine Pracht, wie du in der Rezension zu diesem Noro-Garn hier sehen kannst. Mit der Kombination von zwei Farbrapporten bekommt das Candy Dress jedoch noch eine Dimension mehr. Verstärkt wird das Ganze noch durch die zwei Techniken: Alle gestrickten Parts sind in der Farbe #11 Hachinohe gearbeitet, einem schönen Bonbonrosa, alle gehäkelten in der Farbe #04 Ikoma, einem leuchtenden Farbton wie ein Pfirsich oder eine pink Grapefruit.

Alle gestrickten Parts im Candy Dress sind in der Farbe #11 Hachinohe, einem schönen Bonbonrosa, gearbeitet, alle gehäkelten in der Farbe #04 Ikoma, einem leuchtenden Farbton wie eine pink Grapefruit, die du dazwischen siehst. Collage aus Grapefruit von Jennie Crocus aus Pixabay und Fotos von Katrin Walter – Noromaniac
Noch zwei Ansichten des Kleides aus zwei Techniken und zwei Farben mit ihrer fruchtigen Anmutung. In der Mitte die Abbildung einer pink Grapefruit von Jennie Crocus aus Pixabay.

Ich mag den Kontrast, der zugleich harmonisch ist, da sich einige Farben in beiden Rapporten der Noro Ohajiki wiederholen.

Nahausnahme des Übergangs vom Stricken zum Häkeln. Du erkennst gut die Farben und das Maschenbild in beiden Techniken. Foto: Katrin Walter – Noromaniac

So „sweet“ das Candy Dress aus der Noro Ohajiki #11 und #4, nicht wahr?

Oder was sagst dazu dazu?

Hinterlasse mir gern einen cute Kommentar oder beschreibe deine Erfahrung mit der Noro Ohajiki.

Das Candy Dress von hinten mit einem rosa Tuch und eingebettet in Farbspiele, die sich auch im dezenten Farbverlauf das japanischen Noro-Garns Ohajiki widerspiegeln. Collage mit Grafiken von Pawel Cczerwinski und Anton Tezar aus Unsplash, Ractapopulous aus Pixabay und einem Foto von Katrin Walter – Noromaniac
Collage aus Abstract von Pawel Cczerwinski aus Unsplash links und nochmal das zuckersüße Kleid von Noromaniac, ein Lolli und Sweets von Anton Tezar aus Unsplash und unten weiteres Abstract von Ractapopulous  aus Pixabay.

 

Wenn du magst, kannst du bald die Anleitung für einen kleinem Obolus bei mir bekommen, doch ich brauche noch ein wenig Zeit, um sie korrekt aufzuschreiben, auch mit ein paar Tipps zum Vornehmen von Änderungen. Sende mir eine Mail mit dem Betreff „Candy Dress”, wenn du Interesse hast, und schreibe dazu, was sie dir wert wäre. Ich teile dir dann vorab den Garnverbrauch mit, damit du dir schon einmal das Garn besorgen kannst.

Zum Abschluss noch eine Nahaufnahme der cute Colours, die im Kleid drinstecken: links die Noro Ohajiki #11 und rechts die Farbe #4.

Das herrliche Garn Noro Ohajiki aus Japan noch m Knäuel. Die Farben strahlen in der Sonne. Du siehst je zwei 150-g-Knäuel der Farben #11 Hachinohe, einem schönen Bonbonrosa, und der Farbe #04 Ikoma, einem leuchtenden lachs- bzw. pfirsichfarbenen Ton. Foto: Katrin Walter – Noromaniac


Zur Garnbeschreibung der Noro Ohajiki geht es hier …

Und wusstest du, dass Ohajiki auch der Name eines Spiels aus Japan ist. Die Spielregeln dazu gibt es hier …


Copyright und (Foto)quellen zum Candy Dress

Die fremden Fotoquellen stehen direkt am Foto. Alle anderen Fotos, Idee, Design und Text zum Candy Dress aus der Noro Ohajiki: Copyright Katrin Walter – Noromaniac. Verwendetes Garn: Noro Ohajiki von Eisaku Noro & Co. Ltd., im Großhandelsvertrieb über Knittingfever

2 Comments

    1. Noromaniac

      Liebe Jetta, was für eine schöne Idee „selbst der Sonnenschein sein“. I like. ❤️
      Bei diesem Kleid mit diesen leuchtenden Farben liegt das wirklich ziemlich nah

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